Ein weiterer Verein, der in den letzten Jahren im Ronhof und gegen die SpVgg im Speziellen eher wenig holen konnte, war am Sonntag zum letzten Spiel der Hinrunde zu Gast.
Der überraschend stark gestartete, nun jedoch vom Verletzungspech eingeholte Aufsteiger Rot-Weiß Ahlen, konnte jedoch wie in den vorangegangenen Partien (damals noch als LR mit Sonnen-könig Spikker) keine Punkte mitnehmen.
Bei unserer SpVgg debütierte Tom Bertram, für den gelb-gesperrten Karaslavov, zum gefühlten ersten Mal über 90 Minuten als Innenverteidiger, eines vorweg, den Kampf im Defensiv-Innenverbund wird er mit dieser Leistung weiter anheizen können.
Ahlen hingegen musste vor allem auf ihre Torgarantie Lars Toborg verletzungsbedingt verzichten. Unser Knipser Allagui hingegen war putzmunter und konnte durchspielen.
Eben jener Allagui war auch entscheidend in der ersten großen Möglichkeit. Im Abseits stehend, ohne jedoch abgepfiffen zu werden, konnte er den Ball im Sechzehner auf den am Langen Eck lauernden Reisinger schlenzen, der sich großartig durchsetzte und mit seiner Heimtorpremiere diese Saison, den Auftakt nach Maß vollendete (17. Min.).
Ahlen war mitunter spielfreudig, und da unseren Spielern dies liegt, kam es zu einem abwechs-lungsreichen Spielverlauf, bei dem keine der Mannschaften große Vorteile hatte. Erwähnenswert ein wiedermal an Reisinger begangenes Foulspiel im Strafraum von Torhüter Lenz (38.) das je-doch nicht mit einem Elfmeterpfiff geahndet wurde, schade, Bernd Nehrig hätte seine Quote sicher gerne erhöht
.
Dies änderte erst Mitte der 2. Hälfte, als die SpVgg klarere Chancen erspielen konnte, Takyi sowie Burkhardt scheiterenden am Gästekeeper sowie an Ahlener Abwehrspielern. In der 71. Minute konnte sich dann Reisinger wieder über die rechte Seite durchtanken, um überlegt auf den freiste-henden Burkhardt aufzulegen, der diesmal kaltschnäuziger das 2:0 erzielen konnte.
10 Minuten später war es dann Burkhardt der den, nach dem 2:0 verunsicherten Ahlenern den Garaus machte, den eingewechselten Kotuljac einen schönen Ball durch die Gasse spielte, den dieser in Knipsermanier für Lenz chancenlos versenkte.
Mit der Chance auf Relegationsplatz 3 zu überwintern, mit Sichtweite zur Tabellenführung geht vor leider nur 5600 feiernder Kleeblattfans eine fast durchwegs gelungene Halbserie zu Ende.
Rot Weiss Ahlen: M. Lenz – Schaffrath, di Gregorio, Bäumer (69. Chitsulo), R. Maul – Wiemann, Stahlberg (77. Gibson), Heithölter (82. Kittner) – Großkreutz, Reus, R. Müller – Trainer: Wück
Tore: 1:0 Reisinger (17.), 2:0 Burkhardt (71.), 3:0 Kotuljac (80.)
Gelbe Karten: Schröck, Felgenhauer – Wiemann
Zuschauer: 5600
Schiedsrichter: Gräfe (Berlin)
Schlecht, reiht sich nahtlos in die Reihe schlechter Leistungen ein. Zugute halten kann man höchs-tens, dass er dem fairen Spielverlauf geschuldet nicht in Theatralik verfiel, und die Konsequenz seiner Linie gerade noch akzeptabel war. Dennoch, 2 dicke Fehler die den Spielverlauf zwar am Ende nicht veränderten, jedoch spielentscheidend hätten sein können, auch wenn man das Ab-seits natürlich dem Assistenten ankreiden muss.
Loboué:
Sicherer Rückhalt, ist voll im Team und aus diesem auch in der Rückserie nicht wegzudenken.
Schröck:
Etwas fahrlässig, angeschlagen, gelbbelastet, konnte sich nach Pause eine eben solche gönnen.
Bertram:
Sicher im Verbund mit Mauersberger, Chance genutzt? Jedenfalls wird man es sich nun zweimal überlegen, ob er wirklich verliehen werden sollte. Vergrößert das Dilemma in der Innenverteidigung zum positiven
Mauersberger:
Konstant, solide, Top!, mittlerweile auch extrovertierter.
Felgenhauer:
Angenehm unauffällig, man merkte jedoch leider wieder dass er nicht mehr der Schnellste ist. Konnte das diesmal jedoch durch Übersicht und Erfahrung wett machen.
Wörle:
Wiedermal ein ordentlicher Auftritt des Ausputzers, offensiv jedoch wenig.
Nehrig:
Bissig, jedoch mit wenig klaren Aktionen, in der zweiten Halbzeit als Rechtsverteidiger mit ordentli-chem Spiel, vielseitig und teamdienlich.
Takyi:
Etwas fahrlässig, mit einigen guten Momenten jedoch auch oft zu unkonzentriert, alles in allem in Ordnung.
Burkhardt:
Auf links wirkungslos, in der Mitte offensivstark und zurecht mit 2 Scorerpunkten beim Sieg eine Schlüsselfigur.
Reisinger:
Grandios! Was er an Kilometern frisst ist! Immer anspielbereit, immer aggressiv, immer gefährlich!
Ein Auftritt der superlative, gekrönt vom ersten Heimtor der Saison.
Allagui:
Oft glücklos, dennoch ein Unruheherd für den Gegner und wieder als Vorbereiter in Erscheinung getreten.
46. Min. Sararer (für Schröck):
Konnte einige Male wirbeln, ansonsten teamdienlich, abgezockt und fast fehlerfrei.
73. Min. Kotuljac (für Reisinger);
Behielt die Form vom Mainz spiel, explosiv, torgefährlich, damit müsste ein Wechsel im Winter vom Tisch sein!
82. Min. Haas (für Burkhardt):
Kaum in Erscheinung getreten.
und der Fluch bleibt bestehen!
Und dies weil das Spiel für uns so atypisch lief. Während Mainz mit offenem Visier alles nach vor-ne warf und sich dabei auch mehrere gute Chancen erarbeitete, waren die unsrigen vom Trainer Benno Möhlmann auf 2 Positionen umgestellten Elf vornehmlich mit der Defensive beschäftigt. Mit Ausnahme des zu unrecht wegen Abseits abgepfiffenen Tores des Mainzers Baljak (9. Minute) gelang dies auch recht ordentlich.
Was allerdings vor allem den Unterschied machte, war eben die Frau die man ansonsten nur in des Gegners Trikot zu sehen bekam, Fortuna ihr Name. Pfosten und Latte, seit jeher des Gegners bester Freunde standen diesmal auf unserer Seite. Nicht unterschlagen sollte man, dass unser Team jedoch selbst oft schnell von Defensive auf Offensive umschalten konnte, jedoch wieder einmal Schwierigkeiten beim letzten Pass offenbarte, so schien es dass man selbst nicht wirklich auf 3 Punkte spielen wollte.
Dies änderte sich in den letzten 20 Minuten schlagartig, als es ein offener Schlagabtausch wurde, mit letzten Endes glücklichem Ausgang für das Kleeblatt. Kotuljac spielt einen feinen Ball auf Alla-gui, der diesmal als Vorbereiter in Erscheinung trat und mustergültig zum freien Sararer rüberlegte, frei vorm leeren Tor schob dieser mustergültig ein (91. Minute). Dass Fußball nicht immer ge-recht ist, durften wir diese Saison ebenfalls oft zur Genüge selbst erfahren, darum kann man sich auch ohne Makel über diese 3 Punkte freuen. Der Mainzer Ausgleich in der 92. Minute hingegen wurde dann zurecht abgepfiffen, Bancé schob seinen Gegenspieler zu eindeutig beiseite.
Mainz 05: Wache – Hoogland, Bungert, Noveski (46. Neustädter), van der Heyden – F. Heller, Karhan, Pekovic (63. Soto) – Borja (79. Bogavac), Baljak, Bancé –
Trainer: Andersen
Tore: 0:1 Sararer (91.)
Schiedsrichter: Gagelmann (Bremen)
theatralischer Leiter, ohne erkennbare Linie, Schröcks früher Gelbe Karte lies er Nachlässigkeit gegenüber gleichharten Vergehen auf beiden Seiten folgen, Karaslavovs Gelbe Karte war nicht einmal ein Foulspiel. Loboué gelb wegen Zeitspiel zu geben war ebenfalls nicht nachzuvollziehen (verzögerte Zeit: 6 Sekunden!). Schuldlos hingegen beim Fehler des nicht gegebenen Tors, dafür waren die Assistenten schuldig. Dennoch reiht sich auch dieser prominente Name in die lange Liste der schlechten Schiri-Leistungen bei Spielen der SpVgg ein.
Zuschauer: 18500
Gelbe Karten: Pekovic, Soto, F. Heller – Schröck, Karaslavov, Loboué
Loboué:
Ein, Zwei Unsicherheiten bei der Strafraumbeherrschung, ansonsten wieder Top, diesmal bei Rückspielen sicherer.
Schröck:
Durch die frühe Verwarnung der Bissigkeit beraubt, konnte er nicht an seine glanzvolle Leistung gegen Freiburg anknüpfen.
Karaslavov:
Eine Unsicherheit, gegen die rochierenden 3 Bs (Bancé, Borja, Baljak) des Mainzer Sturms oft gefordert, am Ende Sieger.
Mauersberger:
Bekam weniger zu tun als Karaslavov agierte jedoch sicherer, ohne Frage sollte sich das Thema Bank für ihn langsam erledigt haben.
Felgenhauer:
Solide, ohne jedoch besonders in Erscheinung zu treten.
Wörle:
Anfangs nicht im Spiel, spätestens in der 2. Halbzeit jedoch konnte er seinen Auftrag, die Lücken zu schließen erfüllen.
Brückner:
War viel unterwegs, muss sich aber erst noch ins Mannschaftgefüge eingewöhnen, der Ertrag stimmte nicht, konnte er seine Chance nutzen?
Burkhardt:
Ballsicher, umsichtig, konstant, ist enorm wichtig fürs Spiel!
Haas:
Scheint körperlich immernoch nicht fit zu sein, diesmal etwas zweikampfsicherer und auch sonst verbessert, dürfte für Takyi jedoch wieder rausrotiert werden.
Reisinger:
Verstärkt Defensiv tätig, bis zu seiner Auswechslung wieder vorbildlich gerannt, auf dem Flügel eingesetzt konnte man keine starken Abschlüsse erwarten, erscheint heute wie ein Hohn dass ihm mal einer zu mehr Teamorientierung ermahnt hat…
Allagui:
Geerdeter Auftritt, gekrönt durch eine schöne Vorlage, wer ihm “Allüren” nachsagte dürfte nun von “Besinnung” reden.
Nehrig (59. für Haas):
Defensiv in Ordnung, offensiv nicht vorhanden, man könnte Unken dass es ja auch keinen Elfme-ter gab. Nein ist schon gut noch einen wie ihn auf der Bank zu haben.
Sararer (69. für Brückner):
Konnte nochmal wirbeln, und war zur Stelle, spielentscheidend!
Kotuljac (77. für Reisinger):
Scheint den letzten Zug kurz vor der Winterpause nehmen zu wollen. Nach zuletzt verbesserten, wenn auch glücklosen Kurzauftritten, heute wieder derjenige der sich in der Rückrunde in die Mannschaft spielte, agil, ballsicher, kämpferisch und am Ende ein gutes Auge, wenn das nicht nur ein Strohfeuer war und er die Vorbereitung verletzungsfrei absolviert kann er vielleicht wieder an-greifen auf die vor ihm gesetzten.
“du bist es ja, der große PP, der schon seit Jahrhunderten die Denkweise des gemeinen Fürther Fans und das Fürther Forum prägt.” Olli
Und nun zurück zur Realität, möchte mich nur kurz im Stile des Stammplatz von 11Freunde vorstellen, für diejenigen die ohne vorher das offizielle Kleeblatt Forum besucht zu haben, hier gelandet sind:
Name: Peter, 23 Jahre
Wer hat dich mit dem Kleeblatt-Virus infiziert?
Ich selbst..
Was sagt die Familie dazu?
Vater ist selbst seit geraumer Zeit ein Haupttribünennörgler, einer meiner Brüder hält dem Kleeblatt in unwirtlicher Gegend (Forchheim) die Fahne hoch.
Mit welchem Verein gehst du fremd?
Borussia Dortmund
Dein liebstes Ritual?
Trikots werden erst nach Unentschieden/Niederlage gewechselt
Der Beste Fansong im Block?
“die fünf Magischen”
Dein ewiger Held?
Mirko Reichel
Du bist ein reicher Russe. Welchen Spieler würdest du deinem Klub kaufen?
Amanatidis und Kleine wären nicht schlecht…
Also, dann noch viel Spaß beim Lesen!