Der Gleebladd-Blog ;-)


8. Juli 2009

Twitter Stil II

Category: SpVgg Greuther Fürth – PP – 12:42

habe mich entschlossen, den Saisonrückblick nicht weiter zu verfolgen.
Zwar sind die Schmerzen einigermaßen abgeklungen, jedoch habe ich schon wieder etwas zuversicht und möchte meine freie Zeit nicht mit Aufreißen der Wunden beschäftigen…
hoffe ich vergesse Freitag nicht meine Kamera, dann mach ich ein paar Aufnahmen gegen den ASV Zirndorf ;)

16. Juni 2009

Teil II

Category: SpVgg Greuther Fürth – PP – 13:21

….falsch!

Zuerst kam tatsächlich der unrühmliche Auswärtsauftritt in Offenbach im DfB Pokal, erstes Pflichtspiel – erste Niederlage. Für Schlagzeilen sorgten dann auch eher Geschehenisse in Fürth…

Nun aber Ingolstadt – eine Stadt wie für die Durchfahrt gemacht. Tatsächlich musste man auch nur über eine Brücke über die Gleise um vor dem Stadion zu stehen. Außer dem “Stadion” ein eindrucksvolles Relikt, dass der Aufschwung des Audivereins wohl doch etwas zu früh kam, und Yormas konnte man daher nicht viel von der Stadt sehen. Die Sonne heiß, die Spieler nach Führung phlegmatisch 3:2 für die Heimmannschaft… Jokerschütze ein unbekannter Namens Allagui.

Nun aber der richtige Saisonbeginn. Teures Bier unter praller Sonne, Null Punkte  gegen einen Retortenverein und der freundschaftliche Empfang durch die Dorfseilschaften des Nachbarvereins konnten ja wohl kaum die Saison einklingen lassen! Freitagabend – Flutlicht – neues Dach – St. Pauli und das Ganze an meinem Geburtstag – yeah! – das klingt besser! Und wie: leichtes Abtasten ROT! Morena raus!, ordentlicher Spielfluss – 18. Minute drin! Ausgleich! Seitenwechsel. Takyi, drin! Ausgleich! ROT! Meichelbeck raus! Mist! A L L A G U I – drin! Schröck – drin! Felge – Elfer – drin! FÜNF zu 2. Genial!  Als hätte Nick Hornby das Drehbuch geschrieben…

3. Spieltag – auswärts in Frankfurt – nein nicht im Apfelweinparadies Bornheim, sondern im zwar interessanten, mit nur ein paar tausend Zuschauern gefüllt aber herzlich trostlosen “Commerzbank-Arena” ehemals Waldstadion. Die Fahrt habe ich mir daher wie so viele gespart – 1:1 – na wer schon? Genau!

4. Spieltag – zuhause Koblenz: 1. Halbzeit hui! 2. Pfui! Das sollte symptomatisch werden (leider auch chronisch). Allagui mit 2 Toren 4:3 Heimsieg.

5. Spieltag – Heim/Montagsspiel, zu Montagsspielen brauchen wir eigentlich nicht antreten – folgerichtig die erste Heimniederlage 0:1 gegen Kaiserslautern.

6. Spieltag -  in Oberhausen routiniert 4:0 gewonnen…das Spiel lief wie einer dieser Testkicks, wenn die stärkere Mannschaft keine Lust, die schwächere jedoch nicht die Klasse für Tore hat. Unsere gezeigte Effektivität werden wir leider erst im Rückspiel wieder finden…

7. Spieltag – Kärwa! Ungewohnter Platz dank Kärwapaket auf der Südtribüne Block 9 mit Kind und Kegel Freundin und Bruder, schönes Spiel mit lascher Phase nach dem Seitenwechsel, Osnabrück kam ran – Burkhardt machte den Sack dank Schröck zu.

Nach dem 3:0 Sieg gegen Regensburg, das 2. Freundschaftsspiel während der Saison. Diesmal kein Benefizderby – sondern der zukünftige Meister VfL Wolfsburg, mit Adlung (das muss man erwähnen), dank Freikarten vor 8500 Fans, was auch schlimmerweise mehr Zuschauer sind als gegen Osnabrück waren, *kopfschüttel* 2:2.

Beim nächsten Teil die tragische Mingafahrt.

2. Juni 2009

Der Saisonrückblick: Teil I – Intro

Category: SpVgg Greuther Fürth – PP – 09:26

Die Saison 07/08 endete wie schon viele vorher – mit einem Platz hinter den ersehnten Aufstiegsrängen. Es wurde schließlich Platz 6, mal nicht Abonnementplatz 5. Erstaunlicherweise nahm die ansonsten eher kritische Anhängerschaft dies dieses Jahr erstaunlich “locker”, wenn man dies denn so nennen mag.

Lag es am Trainer? Bruno Labbadia, versprühte wohl immer noch den Elan, den Ehrgeiz und auch eine Portion Zuversicht. Dazu wurde den treuesten Anhängern endlich das lang ersehnte Dach in Aussicht gestellt. So sollte dessen Fertigstellung, sowie die neue Bestuhlung der Gegengerade und der Bau der VIP Nord im Blickpunkt der Fans sein, ständige Anfragen nach Wasserstandsmeldungen brachten gar den Administrator der Vereinshomepage zur Installation einer Stadion-Webcam.

Der GAU sollte jedoch noch im Mai erfolgen – zwar nicht aus heiterem Himmel, jedoch aufgrund der Rasanz des Geschehens überraschend – wechselte Bruno Labbadia mitsamt Co-Trainer Sözer zum Bundesligisten Bayer 05 Leverkusen. Ein Wirkungstreffer, der Verein wie paralisiert. Hatte Labbadia nicht noch getönt, die Aufgabe bei der SpVgg wäre ihm derzeit genausowichtig, als wäre dies der FC Barcelona? Man verlässt Barca nicht für Leverkusen – besonders wenn man schon seine Wunschspieler an der Angel hat. Befürchtungen mancher, Erwartungen anderer, und Hoffnungen einzelner nach, kam wer kommen musste – Benno Möhlmann.

Erster Effekt dieser Verpflichtung war der Verbleib des von Labbadia trotz 12 Saisontreffer oft gescholtenen Stefan Reisinger. Die Verpflichtung Möhlmanns, kann man durchaus als antizyklisch sehen, da doch die gesamte Fußballlandschaft vom neuen Wind sprach, der von den Shootingstars Jürgen Klopp, Bruno Labbadia, und Jürgen Klinsmann sowie den Auslandsimporten Fred Rutten und Martin Jol kommen sollte, nunja dazu kein weiterer Kommentar (bis auf Kloppo – der hat mich als einstig schärfsten Kritiker widerlegt!).

Der Rest war Business as usual – den mehr oder weniger prominenten Abgängen, hauptsächlich Achenbach und Lanig, andere Teilzeitstammkräfte die der Sonne so nahe waren stürzten eher wie Ikarus ab, während Judt zumindest auf 21 Einsätze in Liga 2 (davon jedoch nur 5 über 90 Minuten) kam und dabei wider wie erwartet sein Trefferkonto (von 0) nicht erhöhen konnte, durfte sich Adlung hauptsächlich in Wolfsburgs 2. Mannschaft beweisen. Mitleid ist jedoch nicht angebracht, es ist gewiss, dass beide sich sehr gute Therapeuten leisten können. Beide durften ja gar nachweisen, dass man auch ohne Leistung Triumphe feiern darf…

Allerdings konnte man auch Neuzugänge verbuchen, allen voran Charles Takyi, noch unter Labbadia geholt, ist ein Name den man der SpVgg nicht ohne weiteres zugetraut hätte. Wundertüte Sami Allagui entpuppte sich als Volltreffer, während die anderen Sommereinkäufe aus vielerlei Gründen sich nicht dauerhaft  als Verstärkung auswiesen.

Die Testspielphase verlief normal, während man gegen Amateurmannschaften standesgemäße Siege einfuhr und einzig Kornburg nicht mit Gastfreundschaft glänzte, erreichte man gegen Plymouth, Saloniki und AEK Athen nur Remis. Ein Sieg gegen ein griechisches Team konnte jedoch noch gegen Panionios Athen im so ungewohnten Ronhof errungen werden. Die Saison mit neuem Dach und altem Trainer konnte beginnen…

zuerst gings jedoch nach Ingolstadt …

31. Mai 2009

im Twitter Stil…

Category: SpVgg Greuther Fürth – PP – 19:58

ich hoffe ich komme am Dienstag dazu mal zumindes den ersten Teil meines Saisonrückblicks zu schreiben…

4. Mai 2009

Ich bin mehr…

Auch wenn ich mir die Spielberichte spare, möchte ich doch hin und wieder zu hier meinen Senf ablassen.

Im Fanleben eines Fürthers gibt es 2 Konstanten, nein ich meine nicht Benno Möhlmann und Helmut Hack, ich meine die “Unaufsteigbarkeit”, den “gordischen Knoten” den es zu zerschlagen gilt (o-ton Möhlmann), sowie dem Thema Zuschauerschnitt.

Wie geht man mit diesem Thema um? Macht man sich Gedanken darüber? Vermutlich ja, die einen mehr die anderen weniger – dennoch geht oft genug ein enttäuschtes bis sarkastisches raunen durch den harten Kern wenn mal wieder die Zuschauererwartungen unterschritten wurden, wenn bei besten Wetter gegen attraktive Gegner das Stadion höchstens halbvoll ist usw. usf.

Über die Gründe könnte man ganze Bände schreiben, verwiesen sei hier auf die Thementhreads hierzu im Kleeblatt-Forum, darum soll es hier nicht gehen. Auch soll hier der wirtschaftliche “Schaden” den die ausbleibenden Zuschauer bringen nicht näher beleuchtet werden.

Eigentliches Thema: Die Herabsetzung von vielen Seiten, weil wir weniger Fans haben. Klar speziell kommt dies von Leuten des Rekordabsteigers, aber im Prinzip bundesweit besonders natürlich im Internet. Sätze wie “was wollt ihr ohne Fans in der Bundesliga?” u. ä. sind wohl jedem Kleeblattanhänger mehr als bekannt, nicht viel besser ist das leicht mitleidige Frage nach den Gründen, oft gefolgt von einem trotzigen “ja, aber da müssten doch trotzdem mehr kommen!”, was soll man da sagen?

Doch warum ist es dem Fan so wichtig in größerer Anzahl zu sein? In erster Linie ist es wohl Kompensation sportlichen Misserfolgs, wenn man wie Lok Leipzig in sportlichen Niemannsland versauert ist es sicher Balsam für die Seele wenn man sich am Zuschauerschnitt hochziehen kann. Das ist dann genauso wie der moralische Sieg, den Gegner Auswärts in Grund und Boden gesungen zu haben – klar da ist eine größere Masse sicher nicht hinderlich.

Auch ist man natürlich froh über mehrere Gleichgesinnte, ich freue mich auch wenn ich auf Bolzplätzen Kinder mit Kleeblatttrikot kicken sehe.

Doch kann man wirklich “stolz” auf etwas sein, dass man genausowenig beeinflussen kann wie das Ergebnis? Selbst wenn “wer hat mehr Zuschauer” ein Sport wäre, wärs ein ziemlich unfairer, Fürth hat gerademal soviele Einwohner wie in die größten Stadien passten. Es ist eigentlich keine Leistung in dem Sinne, viele Anhänger zu haben. Erfolg schafft “Fans”, aber im Prinzip auch nur mittelbar, oder wie kann es sein, dass der Nachbarsverein heute in Liga 2 mehr Fans hat, als anfang der 2000er in Liga 1? Das hängt dann wohl eher mit Phänomenen, (o. Fanomene hehe) zusammen, Hypes wie man sie um Mainz, Aachen, oder mitte der 90er Freiburg sprunghafte Anstiege verzeichneten – nicht zu vergessen die Fußballrevoluzer der TSG 1899 Hoffenheim.

Legt mir das jetzt nicht als neidische Trotzreaktion aus, mein anderer Verein Borussia Dortmund wäre “Rekordmeister” des Zuschauerschnitts ;) Es sind Gedanken, die man sich zwangsläufig macht, wenn man immer wieder die alte Leier hört, sogar von den regionalen Printmedien.

Abschließen möcht ich mit einem netten Zitat

Man muß viel Geschmack haben, um dem seines Zeitalters zu entgehen.

 Théodore Simon Jouffroy

oder:

Wir sind wenig aber geil!

auf dass wir nächstes Jahr die stolze Lachnummer der 1. Bundesliga werden!

Keine Spielberichte…

Category: SpVgg Greuther Fürth – PP – 09:13

wird es auch weiterhin geben, ich bin abergläubisch (wie jeder Fan), trage auch heute zum 3. Mal das selbe Trikot (ungewaschen :X) und hoffe es erst am 25. Mai operativ entfernen lassen zu müssen…

10. März 2009

3 Spiele 6 Punkte

Category: SpVgg Greuther Fürth – PP – 14:54

Nachdem ich umzugsbedingt keine Analyse der vorangegangenen Auswärtsspiele verfassen konnte sei dies hiermit kurz nachgeholt.

Während man gegen Koblenz grausigen Fußball mit schlimmen Ergebnis ertragen musste, konnte unsere SpVgg gegen Kaiserslautern und Oberhausen jeweils einen Rückstand umdrehen und so im Rennen auf die Aufstiegsplätze den Platz behaupten, und nun sogar auf Platz 2 springen.

Nebenbei wurde in Kaiserslautern zum ersten Mal diese Saison überhaupt Punkte entführt, mit den Siegen gegen den zuvor zuhause ungeschlagenen FC St. Pauli und den 6 Spiele unbesiegten RWO dürfte die SpVgg damit den Ruf als “Serienkiller” weg haben.

Während in Kaiserslautern die Mannschaft spielerisch überzeugte und unterm Strich sogar aufgrund verbesserungswürdiger Chancenverwertung zittern musste, schaffte man, vor gegen RWO respektablen, 7500 Zuschauern ein starkes Gästeteam durch einen Willens- und Kraftakt das Spiel zu drehen.

Hat dieser Sieg Signalwirkung?

Zuhauf hatte man in den letzten Jahren “Matchbälle” vergeben, davon zu sprechen, dafür ist es angesichts verbleibender 11 Partien sicher zu früh, jedoch darf man anmerken, dass man sich an so manche Kleeblattmannschaft erinnern kann, die diese Partien verloren hätten. Ob dies einem Reifeprozess in der Mannschaft geschuldet ist, im Weißwurstland sagen sie dazu “mia san mia”, oder eine Momentaufnahme wird die Zukunft zeigen.

Abgezockt wirkt hingegen der 400nochwasminuten torlose Torjäger Allagui, mit seinem schönen gefühlvollen Schuss zum 2:1. Auch das hoffentlich symbolisch, wie der eigentlich abgeschriebene Brasilianer Cidimar, der ein Comeback mit Tor und Vorlage feierte, es für die sogenannte “Breite der Mannschaft” ist.

Nächstes Ziel Osnabrück!

16. Februar 2009

Spitzenreiter! Spitzenreiter! Hey! Hey!

Category: SpVgg Greuther Fürth – PP – 11:09

Nun wie versprochen zur Bewertung der Leistungen:

Loboué: Gewohnt sicherer Rückhalt, klasse beim 1-gegen-1 mit O. Mokhtari!

Felgenhauer: deutliche Schwächen im Aufbauspiel, einige Fehler ohne Auswirkungen, noch ausreichend
Karaslavov: fehlerlos, offensivstark (Tor!), könnte von Biliskovs und Meichelbecks Ausfällen langfristig profitieren.
Mauersberger: weniger souverän wie gewohnt, jedoch ohne größere Probleme, Dienst nach Vorschrift.
Rahn: unauffällig

Burkhardt: reibte sich auf, am Ende kraftlos, eher ein schwacher Auftritt der Schaltzentrale
Nehrig: übereifrig, gallig, giftig, hat einmal mehr die Balance verloren, unnötiger Bärendienst fürs Team
Sararer: einsatzfreudig, jedoch musste auch er Lehrgeld zahlen, tanzte dennoch den Gegner ein ums andere Mal aus
Haas: solider Auftritt, geht diese Rückrunde mehr in die Zweikämpfe und dürfte sich festgespielt haben

Allagui: glücklos, jedoch teamdienlich
Reisinger: agil, kämpferisch über jeden Zweifel erhaben, seine Auswechslung ist nur zu erklären, dass ihm die Puste ausging, leider wurde sein Einsatz nicht belohnt…

Voigt: ein Fehler, ansonsten umsichtig und alles andere als nur ein Kämpfer, gut solche Leute auf dem Platz oder der Bank zu haben!
Schröck: spritzig, motiviert – aber auch zweimal übermotiviert, seine Aktionen oft Spitz auf Knopf… dürfte dennoch nächstes Spiel den Vorrang vor Sararer haben, sollte Ivo oder Takyi nicht fit werden (es sei den Voigt für Burkhardt, und dieser oder Haas auf den Flügel – kompliziert!),
Kotuljac: nur 5 Minuten zeit, dafür sofort im Spiel, man hat mittlerweile bei ihm auch das Gefühl, dass er noch ein Tor erzielen könnte – ein gutes Zeichen

Schiri: Henschel – Da schweigt des Sängers Höflichkeit…

Kleinvieh macht auch Mist…

Category: SpVgg Greuther Fürth – PP – 08:58

Ja es ist immer wieder die alte Geschichte, Kälte – Abendspiel – vermeintlich schwächerer Gegner = Punkteteilung.

Wenn die Mannschaft dann auch noch aus Hessen kommt (wie Wehen) kann man das Spiel ja fast gleich vergessen. Das dachten dann zumindest auch wieder 3000 potenzielle Zuschauer die sicher nicht alle krank wie mein kleiner Bruder waren, sich jedoch dennoch nicht durch die Aussicht auf Platz 1 in den Ronhof bewegen ließen – aber sei es wie es sei, Eventfans können nächstes Jahr gerne kommen…

Wie Axel Heiber (Kicker) zu berichten wusste, brachen bei uns die Flügel weg, mit den Ausfällen von Ivo und Sir Charles. In die neuformierte Elf spülte es Nehrig und Sararer, einer sollte noch eine entscheidende Rolle spielen. Zuerst einmal zeigten jedoch die sichtlich aufgrund zweier Siege in Folge euphorisierten Frankfurter, dass man hier nicht nur abwarten wollte. Ein ums andere Mal schafften sie es uns im Mittelfeld zu Fehlern zu zwingen um sich Spielanteile zu erarbeiten, ohne dabei jedoch zu arge Gefahr zu erzeugen.

Dem Fürther Spiel fehlte die rechte Bindung, man könnte jedoch durchaus schreiben, dass man im Stile einer Spitzenmannschaft, hinten gut stand, und vorne die eine Chance nutzte – ja wenn nicht Herr Henschel aus Braunschweig einen Torwartfehler Klandts, den Karaslavov in der 21. Minute zum Führungstreffer erzielte, exklusiv als Stürmerfoul bewertete. Sagen wir es vorweg – vermutlich hätte jeder der Balljungen, Ordner, die Verkäuferinnen vom Teeladen, oder ich ohne Brille, einen besseren Job abgeliefert, Henschels Assistenten zumindest schienen ihn nicht blosstellen zu wollen und passten sich seiner Leistung an. Daraus resultierte auch die erste gelbe Karte Bernd Nehrigs, der Heißsporn wurde auf Höhe der gegnerischen Grundlinie vom Gegner beharkt, was am Ende jedoch weder einen zugegebenermaßen übertriebenen Elfer, noch Eckball gab – frustriert gab sich Nehrig einer Diskussion mit dem Linienrichter hin, diese Herr Henschel als Ordnungshüter mit Gelb unterband. Fortwährende Aufgabe des Linienrichters bestand daraufhin, die Frankfurter Bank zu beäugen, dem Spielgeschehen wollte er nichtmehr folgen…

Es entwickelte sich weiter ein munteres Spiel auf niederem Niveau, Frankfurt scheint in der 2.klassigkeit angekommen zu sein und bewies das Rüstzeug zu haben, dass es für den Abstiegskampf benötigt.

Im Zweiten Durchgang, konnte die SpVgg allerdings allmählich die Frankfurter Fesseln lösen und kam zu besseren und klareren Chancen. Das Tor machte jedoch Frankfurt – doch Herr Henschel befolgte auch hier Herrn Stevens Credo “die Null muss stehen” – diesmal war es wenigstens eine auch im TV schwer zu entscheidende Szene.

In der 51. Minute dann Nehrigs zweifacher Abflug – lag es an mangelnder Spielpraxis? Jedenfalls hob Nehrig bei minimaler Berührung maximal ab, und sah daraufhin Gelb-Rot, eine harte Entscheidung, die der Schiedsrichter traf, aber sind wir milde – es war eine “kann” Entscheidung. Die SpVgg zu zehnt daraufhin besser als zu elft, Frankfurt mit dem Punkt nun vollends zufrieden, einzig die Hoffnung auf einen Konter blieb ihnen.

Unsere Mannschaft hingegen in einen ihrer Räusche, bei denen man sich fragt, warum diese Mannschaft in 60 Minuten nur ein irreguläres Tor hinbekam. Einzig der Ball wollte nicht hinein…

Was bleibt, ist jedoch 2 Nächte als Spitzenreiter verbracht zu haben, und eine Leistung, die nur das Ergebnis mit anderen durchwachsenen 0:0 Leistungen gemein hat.

Bewertung folgt…

9. Februar 2009

Double Feature

Category: SpVgg Greuther Fürth – PP – 13:09

Nachdem ich den Hinrundenauftakt hier verpennt habe sei dies nun nachgeholt:

Was soll man sagen schreiben außer:

REISINGER – REISINGER – REISINGER – REISINGER – ALLAGUI – ALLAGUI – RAHN – HAAS – TAKYI – LOBOUÉ….Ivo… Mauersberger…Burkhardt… ach lassen wir das!

Was wurde Berichtet, schlechte Ergebnisse in der Vorbereitung – “Larifarifußball” und “Scheißthema Aufstieg” wurden durch die Gazetten thematisiert (naja was heißt “thematisiert”, es wurde im uns zugebilligten überschaubarem Medialbereich als Aufhänger genutzt).

doch der Rückrundenauftakt dürfte auch die größten Optimisten (moí) überrascht haben!

6:1 gegen Ingolstadt!

Hellwacher Beginn, blindes Verständnis und mit Rahn jemanden der nachweisen konnte, dass das Rostocker Abstellgleis nicht das Karriereende bedeuten muss.

Jedoch gab es auch Bange Minuten, als wir nach der frühen Führung (4. Minute Allagui) und in Folge vergebener Chancen (Sararer!) in der 17. Minute den ebenso überraschenden Ausgleich hinnehmen mussten. War wieder der Schlendrian in der Defensive? Den Willen aus den Fehlern die in der Hinrunde den Unterschied zwischen Oben angekommen und Oben dran ausmachten zu lernen, erlebten wir die SpVgg die so jeden Gegner bezwingen kann, zweimal der oft gescholtene Leo Haas auf Reisinger, (27. u. 32.) erwischten die Ingolstädter gnadenlos.

Allagui (39.) Haas (45.) und Takyi (67.) machten den Kantersieg daraufhin perfekt. Ein wirklicher Auftakt nach Maß endete in Standing Ovations für Reisinger (77.) und das Team nach Spielschluss.

Einzige Schwarze Wolke am Himmel hinterlässt die Sorge um Edgar Burkart dem ein Spruchband mit Genesungswünschen und “You’ll never walk alone!” gewidmet wurde.

Nun aber zu gestern:

Die SpVgg wäre nicht das erste Team gewesen, dass nach einem Fußballfest auf den Boden der Tatsachen zurückkehrt. Der bis dato bestehende Heimnimbus des FC St. Pauli, sowie deren generell berühmt berüchtigte Kampfesstärke schienen hierfür perfekt. Dazu nutzte das Nordlicht keine Gelegenheit sich selbst klein zu machen, über Verletzte zu klagen. Von allen Seiten wurde der SpVgg die schon zuhauf Probleme mit der “Favoritenrolle” hatte eben jene zugeschoben.

Was blieb also anderes übrig als diese anzunehmen, und von Beginn an klarzumachen, wer welchen Ansprüchen gerecht werden möchte: Bereits nach 8 Minuten war dies der Fall, der wiederum glänzend aufgelegte Reisinger setzte sich auf rechts gegen seinen mitleidserregenden Gegenspieler durch, bewies Auge um passgenau für den heute von Beginn an spielenden Ilicevic zu bedienen. Der Schock schien tief bei St. Pauli zu sitzen, die in Folge nur durch Verlegenheiten im Fürther Aufbau zu Spielszenen kamen jedoch spätestens an Loboué scheiterten. Ganz anders die SpVgg, bei der der Ball konsequent und abgeklärt lief. Folgerichtig kam eine Maßflanke von Kapitän Daniel Felgenhauer auf Allagui an, diese konnte Pauliverteidiger Morena noch blocken, bevor Reisinger frei stehend das 2:0 besorgte (30.).

In dessen Folge kam die SpVgg weiter gefährlich vors Tor, um jedoch eine spielentscheidende Szene zuzulassen, im Strafraum konnte Biliskov gegen Trojan nur mit Trikotziehen vom Ball trennen, den folgerichtigen Elfmeter trat Florian Bruns – um an Elferkiller (4 von 5 gehalten!) Loboué zu scheitern.
Solche Szenen können ein Team aufbauen, oder zerstören.

Und auch wenn St. Pauli in Hälfte zwei mehr Anteile erspielte, mehr Möglichkeiten hatte, lag doch der vergebene Elfmeter wie blei an ihren Füßen. So dass man von diversen Rettungen (Felgenhauer auf der Linie) eher abgeklärt spielen konnte. Dem Spielverlauf entsprechend, zeigte die SpVgg noch einmal ihre Effizienz, als 89. Minute Schröck auf den, zugegebenermaßen im Abseits stehenden Reisinger flankte und dieser sein überragendes Spiel mit einem weiteren Tor krönte.

Die Teambewertung entfällt hier wie auch beim Auftaktsieg, da der Schreiber nicht wüsste wo er mit den Superlativen aufhören soll. Einzig Loboué sei noch erwähnt, der seinen wohl schärfsten Kritiker, Konkurrent Sascha Kirschstein überzeugen konnte.

Diese Größe sei bei Sascha, dem auch von eigenen Anhängern charakterliche Defizite angedichtet werden hier erwähnt.

Auf eine Fortsetzung bereits am Freitag, vor den üblichen 6000 und hoffentlich weiteren, aufgeschlossenen Fußballanhängern und Ästheten…