Der offizielle Start in die Spielzeit 2009/10 fängt da an, wo die Vorbereitungszeit aufhörte: Ungewissheit, Unzulänglichkeit, Unverständnis!
Der Reihe nach, als wäre es ein abgekartetes Spiel wurde schon im Vorfeld der Worst-Case thematisiert, von Verantwortlichen ebenso wie von den Medien. Soweit kam es zum Glück nicht, jedoch ist Glück durchaus der angebrachte Terminus für das Zustandekommen des Weiterkommens.
Unsere uneingespielte und gerümpfte Elf fand dabei gegen den 2 Klassen tiefer spielenden Gegner keine Mittel. Die Änderungen zu der in der Vorbereitung gegen Stuttgart spielenden Startauswahl blieben wirkungslos: Bernd Nehrig konnte als Sechser weder beruhigende geschweige denn offensive Impulse setzen, Falkenberg hatte defensiv Mühe und Not ebenso wie sein Pendant auf links, Edgar Prib, dem man zugute halten sollte, dass er 1. eben noch nicht höher als Viertklassigkeit gespielt hat und 2. zumindest offensiv etwas versuchte.
Generell ist der Versuch noch das höchste an Attributen das man einigen Spielern attestieren konnte, Nicolai Müller versuchte auf links Dampf zu machen, was ihm auch manchmal gelang, dann wenn es gefährlich wurde, Youssef Mokhtari versuchte dem Spiel seine Handschrift zu geben, hielt sich aber gerademal schadlos, und Marco Sailer versuchte vorne für Unruhe zu sorgen, dies gelang ihm jedoch nur vereinzelt.
Spieler des Spieles war somit klar Stephan Loboué dem man als einzigen Normalform attestieren durfte. Die Innenverteidigung um Mauersberger und Biliskov stand insgesamt nicht bombenfest, Allaguis Auftritt war weder Fisch noch Fleisch, und Schröck wirkte gehemmt und müde.
Worms hingegen sprühte vor Einsatzbereitschaft, war taktisch hervorragend aufgestellt, und scheiterte doch letztlich an den eigenen Möglichkeiten, auch dies sicher bezeichnend für Duelle in der 1. Runde des DfB Pokals. Worms hatte beileibe keine Geistesblitze, doch das was sie spielten, war ohne Schnörkel und somit optisch haltbarer als das Spiel der SpVgg, die trotz häufigeren Ballbesitzes kein Übergewicht erspielten konnten.
Aufzuarbeiten wird der Disput zwischen Biliskov und Allagui sein – wie schon im Trainingslager gerieten die beiden aneinander, eine Sperre erachte ich dennoch im sog. “Männersport” Fußball für nicht notwendig, wohl aber eine Aussprache. Allagui reichte freilich ein ordentliches Zuspiel und ein ordentlicher Abschluss um das Spiel zum glücklichen Ende zu bringen. Dass es 105 Minuten bedurfte um einigermaßen ein System aufzustellen ist dennoch mehr als bescheiden.
Einzelbewertungen erspare ich lieber, auch wenn man kaum “eine Mannschaft” auf dem Platz sah, war doch eines gemein, die kollektive Fehlerquote…
Auf zum Betzenberg, Besserung ist angebracht!
p.s. Andre Siems ist eine Zumutung, nichts entnervt mich mehr als Kommentatoren die einem Spiel den eigenen Stempel aufdrücken, wenn man mich nun fragte was ein furchtbares Spiel brauchte um zu einem Horrorspiel zu werden antwortete ich, die gestellte Sachlichkeit, die humorlose Zotigkeit, das absolute Fehlen an Sachverstand Andre Siems.